Tipps für das Bewerbungsgespräch (c)  by Timo Klostermeier

  So, die erste und größte Hürde ist überwunden, man ist eingeladen zum Vorstellungsgespräch. Herzlichen Glückwunsch! Nun gilt es, sich gut zu präsentieren! Leider nehmen das -wie unsere Erfahrung zeigt- nicht alle Bewerber ernst. Daher einige Tipps und Hinweise, die Ihnen die Sache einfacher machen sollen.

 

Tipp 1: Bereiten Sie sich gut vor

Es ist wie immer im Leben: eine gute Vorbereitung läßt Sie ruhiger werden, Sie sind weniger nervös und zeigen Ihrem potenziellen Arbeitgeber, dass es Ihnen ernst ist.

Schauen Sie sich die Homepage des Unternehmens an. Googeln Sie nach Ihrem Ansprechpartner und sehen Sie, mit was er sich in der Arbeitswelt beschäftigt. Welche Produkte oder Dienstleistungen vertreibt das Unternehmen? Wer sind die Konkurrenten? Was ist die Mission, was die Vision des Unternehmens? Wie unterscheidet es sich vom Wettbewerb? Diese Fragen sollten Sie beantworten können und Sie verstehen, wie das Unternehmen und vielleicht auch Ihr Gesprächspartner "tickt".


Legen Sie sich vorher schon relevante Anekdoten zurecht. Spontaneität ist gut, bleibt aber Profis vorbehalten. Der Rest sollte sich vorbereiten. Überlegen Sie sich, welche Fragen kommen können – und bitte gleich auch amüsante wie relevante Antwort-Beispiele aus Ihrem bisherigen Lebenslauf dazu. Komprimieren Sie diese auf ein wesentliches Extrakt. Mehr dazu sollten Sie dann auch nicht erzählen. Lieber mehr Beispiele.
Beobachten Sie die Körpersprache Ihres Gegenübers. Die Augenlider schlagen seltener, der Blick schweift öfters ab, er wechselt häufiger die Sitzposition, macht sich kaum noch Notizen? Alles Anzeichen dafür, dass sich Ihr Interviewer langweilt. Brechen Sie Ihren Monolog besser gleich ab. Selbst Wechseln in die Metaebene ist erlaubt: "Langweile ich Sie? Das tut mir leid. Ich weiß, ich neige etwas zum Monologisieren..." Das zeigt zumindest, dass Sie ein aufmerksamer und über Empathie verfügen.

Tipp 2: Kennen Sie die Phasen des Gesprächs

Im Allgemeinen gliedern sich Vorstellungsgespräche immer mehr oder weniger gleich:

1. Phase: Warm Up

Das Gegenüber gibt Ihnen Gelegenheit, im Gespräch "anzukommen". Es werden einige Worte Smalltalk gewechselt, man fällt nicht direkt mit der Tür ins Haus. Hier kann man vielleicht schon etwas Nettes über den Arbeitgeber verlieren, das auch Aufmerksamkeit zeigt, vielleicht ein Hinweis auf das schöne Bild an der Wand ...

2. Phase: gegenseitiges Kennenlernen

Das Unternehmen bzw. die Personen am Tisch stellen sich vor, Sie bekommen auch Gelegenheit, sich vorzustellen.

3. Phase: die Präsentation

Sie erhalten die Gelegenheit, sich zu präsentieren. Was können Sie gut, warum sind Sie die richtige Person für genau die Stelle?

4. Phase: Fragen

Fragen zu Ihrer Person kommen, aber auch Sie haben die Gelegenheit, Fragen zu stellen.

Konzentrieren Sie sich auf die Fragen des Gegenübers. Antworten Sie kurz, aber präzise und in ganzen Sätzen. Fragen Sie ruhig, ob die Frage so ausreichend beantwortet ist. So bleibt auch das Gespräch im Fluss.

5. Phase: der Abschluß

Man geht auseinander, schüttelt die Hände. Achten Sie darauf, wie Sie verbleiben! Wer meldet sich bis wann?

Überlegen Sie sich schon vorab einen Abgang: Etwa:"Nachdem was ich heute über Ihr Unternehmen gelernt habe, bin ich noch begeisterter, für Sie arbeiten zu können. Ich hoffe deshalb bald von Ihnen eine positive Nachricht zu erhalten."

Tipp 3: Achten Sie auf Ihre Körpersprache

Schauen Sie Ihre Gesprächspartner in die Augen.

Lächeln Sie.

Zappeln Sie nicht herum. 

Verschränken Sie nicht die Arme.

Spannen Sie Ihren Körper, drücken Sie beim Händerdruck zu.

Fummeln Sie nicht an Ihren Haaren herum.

Fuchteln Sie nicht mit den Händen herum.

Tipp 4: Vermeiden Sie diese Fehler

 

Auf die Uhr schauen.

Das Handy anlassen. Sollten Sie das Ausschalten vergessen haben, beim ersten Geräusch dies nachholen und sich entschuldigen.

Labern. Kommen Sie zügig auf den Punkt, was Sie sagen wollen.

Arroganz.

Tipp 5: Bereiten Sie sich auf die typische Fragen vor

Fragen zur fachlichen Qualifikation

Fragen zur Motivation

Fragen zur persönlichen Qualifikation

Fragen zum persönlichen Hintergrund

Tipp 6: angemessenes Outfit

Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie ruhig bei der Firma nach. Das ist nicht kontraproduktiv.

Tipp 7: angemessene Umgangsformen

Auch da sich vorher ein Bild machen.

Tipp 8: die Standards für jedes Gespräch einhalten

Deutlich sprechen.

Das Gegenüber spiegeln: lächelt er, lächeln Sie auch. Nicht er, Sie auch.

Notizen machen. Dann vergessen Sie nichts für später und zeigt, dass Sie konstrukiv arbeiten.

Standardfragen individuell beantworten.

Fragen stellen.

 

Hinweise zur optimalen Bewerbung.

Weiterführende Beiträge mit Kathrin Paul:

"So finden Sie Ihren Traumjob"

"5 Tipps für die Selbstverwirklichung im Berufsleben"

 Bildnachweis: (c)  by Timo Klostermeier pixelio.de

 

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